Sta viator!
Einen Kinderbuchmärchenschreiber als Wirtschaftsminister? Ist in etwa so, als ob BMW einen Staplerfahrer als CEO einstellt.
Achim Oppermann
Deutschland, aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden. Wo das gelehrte beginnt, hört das Politische auf
Friedrich Schiller
Wir sterben alle am Wege. Wer von erreichten Zielen spricht, ist ein Narr.
Gorch Fock
Ich bin völlig fasziniert davon wie ein schweinedummer Sozialfall das Hirn einer ehemalig denkenden klugen und schönen Frau paralysiert hat. Ich glaube nicht an eine Photographie nach dem Tod.
Rainer Strzolka
Der Optimist lernt Chinesisch. Der Pessimist lernt Arabisch. Der Realist lernt Schießen.
Roger Letsch
„Ich bin ein Dissident des herrschenden Systems, ja. Ich war zeitlebens ein kritischer Mensch, ein skeptischer Beobachter unserer kapitalistischen Gesellschaft, in der mir vieles nicht gefällt.“
Dietmar Schönherr
N'allez pas trop vite
Marcel Proust
"Man kann einen Sozialstaat haben und man kann offene Grenzen haben. Aber man kann nicht Beides gleichzeitig haben".
Milton Friedman
Welche wirklich qualifizierte Fachkraft will denn freiwillig in ein Land mit den höchsten Steuern, Mieten, Abgaben und Sozialabzügen weltweit und der irrsten Politiker auf dem Planeten kommen? Nebenbei noch mit eher unterdurchschnittlichen Gehältern für Ingenieure, Wissenschaftler etc. als in vergleichbaren anderen Ländern.
Dazu noch in ein Land, in dem die Kriminalität (übrigens durch Einwanderer) regelrecht explodiert? So kriegt man die nicht, sondern eben nur die anderen allseits bekannten "Fachkräfte
Ulrich Schultz
Was suchst Du Ruhe, wenn Du zur Unruhe geboren bist
Franz Jung
Kommunismus funktioniert nur im Himmel, wo sie ihn nicht brauchen. Oder in der Hölle, wo sie ihn bereits haben
Ronald Reagan
Wer grün wählt, wird sich eines Tages bitterste Vorwürfe machen müssen.
Helmut Schmidt, letzter deutscher Bundeskanzler von Format
Man muß nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel schreiben zu können.
Maxim Gorki
So wie Du eine Sache machst, machst Du auch alle anderen.
Tom Waits
Er bringt einen Kehrichtkübel zum Kotzen
Edgar Varése über einen Politiker
Werden wir von Genies regiert, die uns zum Narren halten, oder von Idioten, die es ernst mit uns meinen?
Mark Twain
Ein wenig Abstand zu unserer Zeit täte uns gut
P. Elmar Salman, Kloster Gerleve
Every photograph is a portrait
Peter Lindbergh
Wenn ich in einem Dokumentarfilm sehe, wie William Eggleston einen Film aus seiner Leica nimmt finde ich, daß es keinen schöneren Anblick gibt, als den eines alten weissen Mannes, der einen Film aus seiner Leica nimmt
Rainer Strzolka
There ist nothing stranger than truth
Annie Leibovitz
Beauty and the devil are the same thing
Robert Mapplethorpe
Kein Sein ist in der Welt, das Wissenschaft nicht durchdringen könnte, aber was von Wissenschaft durchdrungen werden kann, ist nicht das Sein
Max Horkheimer
Das Leben ist nur bitter für die, die es sich süß vorstellen
Chris Marker
Ich komme aus einer Generation, für die es seit dreissig Jahren fünf vor zwölf ist. Unbedingt Zeuge des Weltuntergangs werden zu wollen, ist auch nur eine Form von Eitelkeit. Es ist längst nicht mehr fünf vor zwölf. Es ist halb vier, wir trinken Kaffee, es geht uns gut.
Nikolaus Huhn, Erfinder des "Hörenden Fußmarsches"
Wenn Verhalten, das zum Wahnsinn führt, in einer Gesellschaft als normal gilt, lernen die Menschen darum zu kämpfen, sich daran zu beteiligen
Ivan Illich
Was kümmert mich die Nachwelt. Hat sich die Nachwelt je um mich gekümmert?
Groucho Marx
Es gibt für Bilder keine Regeln. Es gibt höchstens Akademien, wo gelehrt wird, wie man Talent ausbeutet
Georg Baselitz
Gewohnheit kettet den Hund an sein eigenes Erbrochenes
Samuel Beckett
Wir haben wirklich die dümmste Regierung in Europa
Sahra Wagenknecht
These digitals make you feel so cold, they’ve so many pixels, but they’ve got no soul
Gerry Rafferty
Schlechte Argumente bekämpft man am besten dadurch, daß man ihre Darlegung nicht stört
Alec Guiness
Die SPD? „Sie vertritt die Interessen eines woken, akademischen, Latte-Macciato-süffelnden Prenzlauer-Berg-Prekariats.“
Uwe Tellkamp
"Internet: Logbuch einer weltweiten Mitteilungsinkontinenz"
Botho Strauß
"Wir dürfen nicht vergessen, daß wir die Geschöpfe eines ziemlich ironischen Gottes sind."
Hakan Nesser
"Sex cures the crazy."
Axl Rose
"Gewonnen kann durch Trübseligkeit nie etwas werden..."
Klaus Wagenbach
"Tod dem Smartphone-Erfinder."
Der Galerist
"Gerade in einer schrillen und gehetzten Welt ist die Kunst der vielleicht letzte Ort, der sich den Luxus der Ausgeruhtheit gönnen sollte. Wer denn sonst?"
Franz Welser-Möst
"Wer fotografiert, hat meist nicht mehr vom Leben, sondern erheblich weniger - immer eine schwere Tasche über der Schulter und im Kopf die Frage nach Belichtungszeit, Blende, Ausschnitt, nicht mehr nach dem, was er wirklich sieht. Auf Reisen fotografierten viele Exemplare von Homo consumens millionenfach fotografierte Objekte noch einmal, statt sich diese Dinge anzusehen. Gewiß werden 95% aller Filme vergeblich (nicht umsonst!) belichtet, ohne daß der Fotograf 'mehr vom Leben' hat. Im Gegenteil: im Zwang, sie zu konvervieren, werden sie nur entwertet; als Konserven wieder aufgewärmt, lassen sie ihn die Misere des Augenblicks noch deutlicher fühlen."
Wolfgang Schmidbauer
Dort, wo Schmidbauer recht hat, wird die Situation durch den digitalen Fotowahn noch einmal potenziert. Wobei alles leichter geworden ist und niemand mehr eine schwere Tasche trägt sondern nur noch sein geistesverblödendes Smartphone. Heute fotografiert sich jeder Verwaltungsbeamte selbst beim Golfen im Regen. Peinlich...
Rainer Strzolka
"Die höchste Glut der freudigsten Lebenskraft und die verzehrendste Todessehnsucht: beide thronen abwechselnd in meinem Herzen - eines weiß ich: so kann es nicht mehr fortgehen! Wenn mich der scheußliche Zwang unserer modernen Heuchelei und Lügenhaftigkeit bis zur Selbstentehrung getrieben hat, wenn der unzerreißbare Zusammenhang mit unseren Kunst- und Lebensverhältnissen imstande war, mir Ekel vor allem, was mir heilig ist, Kunst, Liebe, Religion, ins Herz zu schleudern, wo ist dann ein anderer Ausweg als Selbstvernichtung? Gewaltsam zerreiße ich die Bande, die mich an den eklen schalen Sumpf des Daseins ketten, mit der Kraft der Verzweiflung klammere ich mich an den Schmerz, meinen einzigen Tröster."
Gustav Mahler, 1879 in einem Brief an seinen Freund Josef Steiner
"Es machte Jed rasend, ebenso wie die Fotografen ihn schon seit langem rasend machten, vor allem die großen Fotografen mit ihrem Anspruch, auf ihren Bildern die Wahrheit über ihre Modelle an den Tag zu bringen; sie brachten gar nichts an den Tag, sondern begnügten sich damit, sich vor einen zu stellen und den Auslöser ihres Apparates zu betätigen, um leise glucksend aufs Geradewohl Hunderte von Aufnahmen zu machen, und später wählen sie dann die Fotos der Serie aus, die nicht total mißlungen waren."
Michel Houellebecq, Karte und Gebiet
All things must change or remain the same.
Johanna Adorján
Bibliothekarinnen waschen sich nicht.
Jemima Brand
Fotografieren heißt, sich das fotografierte Objekt anzueignen. Es heißt, sich in eine bestimmte Beziehung zur Welt zu setzen, die wie Erkenntnis und deshalb auch Macht anmutet.
Susan Sontag
Viel bunte Farben, wenig Klarheit, viel Irrtum, wenig Wahrheit, so wird der beste Trunk gebraut, der alle Welt erquickt und auferbaut.
Johann Wolfgang von Goethe
And all our yesterdays have lighted fools the way to dusty deaths.
William Shakespeare
Wenn es so ist, daß wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was ist mit dem Rest?
Prado, Romanfigur Pascal Merciers
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Immanuel Kant
"Digital is made to forget, analogue is made to remember."
Robert Polidori, zitiert von Gerhard Steidl in der Süddeutschen Zeitung
"Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten etwas gesehen zu haben bevor man es photographiert hat."
Émile Zola
"...fotografieren ist nicht schwierig, solange man nichts davon versteht."
Wolfgang Bongardt
"Die Tatsache, daß Menschen mit zwei Augen, aber nur einem Mund geboren werden, läßt darauf schließen, daß sie zweimal soviel sehen als reden sollten."
Marie de Svigne
"I have discovered photography, now I can die."
Pablo Picasso
"Vielleicht hat es so begonnen. Du denkst, Du ruhst Dich einfach aus, weil man dann besser handeln kann, wenn es soweit ist, aber ohne jeden Grund, und schon findest Du Dich machtlos, überhaupt je wieder etwas tun zu können. Spielt keine Rolle, wie es passiert ist."
Samuel Beckett
"Den Wein, den man mit den Augen trinkt, gießt nachts der Mond in Wogen..."
Albert Giraud
"Das Photographieren ... läßt jedes Bild zu einer kompletten Metapher der eigenen Existenz werden."
Wim Wenders
"Spaßfreie Gallerien mit sich selbst wichtig nehmenden Bildern gibts nun wirklich genug. Dafür sind sie dann 'Kunst mit Message.'"
Willy Fallscheer
„Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben ein Theater ist, dann suche dir eine Rolle aus, die Dir so richtig Spaß macht.“
William Shakespeare
"Die Gegenwart leidet an einer chronischen Unterernährung der produktiven Phantasie." Oskar Negt
"Die Kunst ist nicht die Fälschung der Erfahrung, sondern Erweiterung derselben."
Konrad Fiedler
"Wenn Du wissen willst, wer wirklich die Macht hat, dann schaue, wen man nicht kritisieren darf"
Voltaire
Sapere aude!
Immanuel Kant
Photo: Nadja Lorenz, Berlin
Die Arbeit der Galerie für Kulturkommunikation ist Friedrich Nietzsche, Arthur Schopenhauer, Arno Schmidt, Ludwig Marcuse, Johannes Strzolka und anderen Inselbewohnern gewidmet.
Wir lieben das Leben im Elfenbeinturm. Wenn alle anderen sich einig sind, beginnen wir zu zweifeln.
Die Galerie für Kulturkommunikation war von 2011 bis 2018 als GbR organisiert.
Diese Form haben wir mit Ablauf des Jahres 2018 aus verschiedenen Gründen wieder aufgelöst, insbesondere wegen bürokratischer Schikanen durch das Finanzamt in Alfeld/Leine, der dümmsten und deprimierendsten Stadt Deutschlands.
Die Idee, eine Galerie für Kulturkommunikation zu gründen, beruht auf einer geselligen Gesprächsrunde, im Dezember 2002 in einer Wohnung im Münchner Westend, wo Rüdiger Belter zu einem Gesprächsabend über Dingkultur" einlud.
Belter, im Privatleben Geschäftsmann, stellte seine Privatwohnung als Salon für Künstler zur Verfügung, die dort, im privaten Ambiente, ihre Kunst ausstellten zwischen Bücherregalen und Aktenordnern. In seiner Küche und im Schlafzimmer waren Lithographien und Skulpturen zu sehen, Gemälde und Zeichnungen, digitale Installationen und Videofilme.
Wir nahmen diese Idee auf und verpflanzten sie in die deutsche Provinz. In den wechselnden Privatwohnungen im Umfeld der Universität Hannovers, die nicht gerade als eine der Geistesgrössen der Welt bekannt ist, fanden sich Bilder von Julia Ostertag neben Eberhard Schlotter, Lebadanc, Grenz- und Fussmann, Paul Wunderlich, GB Fuchs, Sarah Schumann und dem mittlerweile zu Baumarktkunst herabgesunkenen Bruno Bruni.
All dies in Zusammenklang mit dem Besuch von Spitzenköchen und Musikern, die beitrugen zu aufregenden Begegnungen zwischen Mensch und Kunst. Gemeinsam entwickelten wir die Idee, daß die Kunst wichtiger sei als der Mensch, weil der Mensch sowieso sterben müsse.
Bei vielen dieser Begegnungen war Photographie ein wesentliches Element. Man photographierte sich gegenseitig, um dem Anlaß ein wenig dauerhafte Bedeutung zu verleihen.
Viele der photographischen Zeugen dieser Zeit sind Vergangenheit. Speichermedien versagten ihren Dienst gerne dann, wenn sie dazu dienen sollten, dem nachlassenden Gedächtnis auf die Sprünge zu verhelfen. Digital life fucks.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein Schwerpunkt auf analoger Photographie. Viele der Besucher unserer Galerie sind der Ansicht, daß die Digitalisierung der Welt ein Fehler ist.
Photographie wird zu einem reinen Anhängsel des Computers, es gebricht ihr an einem definierten Original.
Analoge Photographie hat nicht nur einen eigentümlichen Charme. Sie ist auch in ihrer Schlichtheit bestechend in einer Zeit, die das Maßlose liebt.
Man kann selbstverständlich 2700 digitale Fotos vom 12. Geburtstag eines Neffen anfertigen wie unsere ehemalige Mitarbeiterin Beate K.
Man sollte es aber besser sein lassen. Ohne jede Technik kann ich heute in ein Dia-Magazin schauen und mir dort Bilder meiner kuchenverschlingenden Tante Grete Krönert anschauen oder auch meiner fast namensgleichen Tante Grete Simon oder dem dicken Galerie-Schaf. Es ist sehr fraglich, ob eine digitale Datei so lange gehalten hätte. Beide Tanten Grete schauen seit 1986 die Herrlichkeit Gottes. Kuchenfressen verbindet auch im All.
Ein ganzer Kosmos von Empfindungen kann so evoziert werden durch die techniklose Betrachtung eines kleinen Stückchens Celluloid.
Die Galerie für Kulturkommunikation in "leichter Sprache"
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